Starke Kinder! – Weiterleben nach Flucht
ein stabilisierendes Projekt für Kinder mit Fluchtgeschichte

 

Projektidee und Zielsetzung

Die aktuelle Situation der vielen Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen und noch nicht in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen sind, stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen. Insbesondere für Kinder ist es oft schwierig, Verluste verschiedenster Art, Erfahrungen von Orientierungslosigkeit und Ohnmacht zu bewältigen. Denn sie sind sowohl vor wie auch auf der Flucht großen Belastungsfaktoren ausgesetzt.

Dabei geht häufig nicht nur die äußere Stabilität verloren, sondern auch die Innere. Nicht wenige Kinder verlieren in diesem Prozess das Vertrauen in sich selbst und die Umgebung wie auch das Gefühl für die eigenen Ressourcen. Da die Eltern der Kinder großen Belastungen ausgesetzt sind können sie Ihren Kindern nicht mehr die Stabilität geben, die Kinder von ihren Eltern brauchen.

Mit unserem Projekt möchten wir ein niederschwelliges, kultursensibles Gruppenangebot schaffen, um auf die Nöte und Bedürfnisse von Kindern mit Fluchtgeschichte einzugehen und ihnen dabei zu helfen, sich der aktuellen Situation entsprechend zu stabilisieren. Das Projekt soll so auch präventiv wirken, um einer Chronifizierung von Ängsten, Unsicherheiten, Gefühlen von Haltlosigkeit sowie sozialer Isolation vorzubeugen.

 

Zielgruppe

Unser Projekt richtet sich an Kinder mit Fluchtgeschichte ab 5 Jahre.

 

Ort

Flüchtlingsunterkunft ehemaliges CMA Gebäude, Koblenzers. 148, Bonn,
Flüchtlingskinderbetreuung des Jugendamtes

 

Zeitplan

Der Kurs soll an 10 Treffen à 1,5 Zeitstunden in einem wöchentlichen Rhythmus stattfinden.

 

Inhalt

Künstlerische Arbeit knüpft an die Neugierde, Lernfreude und Werdelust von Kindern an. Malen und plastizieren mit Ton ermöglichen einen Ausdruck ohne Druck. Was nicht in Worte gefasst werden kann, wird in Farbe oder Form dargestellt.

Im Spiel mit Farben oder Ton haben die Kinder Zeit und Raum, Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Gemeinsam suchen wir nach den Potentialen, die ihnen Sicherheit und Vertrauen geben. In dieser Atmosphäre erleben Kinder, wie schöpferische Tätigkeit heilsam, entlastend, stabilisierend und stärkend wirkt.

 

Projektleitung
Katrin Sauerland, 58 Jahre alt, in Hamburg aufgewachsen und seit vielen Jahren hier im Westen zu Hause.
Studium der Kunsttherapie an der Alanushochschule. Seid 2009 arbeitet sie für die NGO „Freunde der Erziehungskunst“ in der Notfallpädagogik unter anderem im Gazastreifen und im Nordirak.. Jede notfallpädagogische Intervention zugunsten von traumatisierten Kindern und Jugendlichen in Kriegs- und Katastrophenregionen hat die Aufgabe, das Leid der Betroffenen durch pädagogisch- therapeutische Maßnahmen zu lindern, ihre Gesamtkonstitution zu stärken und ihre Selbstheilungskräfte zu fördern.
Diese Erfahrung setzt Katrin Sauerland für FIBEr e.V. in dem Projekt „StarkeKinder – Weiterleben nach der Flucht“ ein.