Integration auf Augenhöhe“ ist ein von FIBEr e.V., einer in Bonn ansässigen Fraueninitiative für Bildung und Erziehung, entwickeltes berufsbildendes und interkulturelles Projekt. Es wurde als Pilotprojekt erstmalig von März bis Dezember 2011 in Kooperation mit der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bonn-Tannenbusch durchgeführt.

Das Projekt richtete sich vorrangig, aber nicht ausschließlich an Schüler/-innen mit Migrationshintergrund. Es setzte sich aus insgesamt drei Phasen zusammen.

Die erste Projektphase umfasste die Veranstaltungsreihe „ZUKUNFTS-WEGE“. Sie wurde von der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn gefördert.

Unter dem Motto: „Profis erzählen – spannende Einblicke in die Berufswelt“ schilderten Experten/innen aus verschiedenen Branchen ihre Berufswelt und ihren Weg zu ihrem heutigen Beruf. Außerdem ging es um die Perspektiven, die diese Berufe aus der Sicht der Referenten/innen bieten. Die Zielgruppe für diese Veranstaltungen bildeten die Schüler/-innen der Freiherr-vom-Stein-Realschule der Klassen 8-10, die Eltern, das Lehrerkollegium, die interessierte Öffentlichkeit und Medienvertreter.

Die Veranstaltungen fanden im Zeitraum von März bis Ende November 2011 im Abstand von zwei bis drei Wochen statt.

Die zweite Projektphase bildete eine berufsbildende und interkulturelle Workshop-Reihe für Schüler/innen der Klassen 9-10. In der „ZUKUNFTS-SCHMIEDE“ nahmen neun Schülerinnen und drei Schülern (davon zehn Schüler/-innen mit Migrationshintergrund) an halbtägigen Workshops zu folgenden Themen teil:

► Kreativität, Kommunikation und Beziehungsmanagement
► Bewerbungstraining

Ein ganzer Samstag diente dem interkulturellen Coaching und der Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Am Ende der zweiten Projektphase fand eine Präsentation des eigenen Zukunftstraumes der Schüler/innen mit anschließender Abschlussfeier statt.

Gefördert wurde diese Phase von der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse in Bonn.

Als dritte und letzte Phase schloss sich die Dokumentation des gesamten Projektes an. Sie wurde ebenfalls durch die Unterstützung der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse in Bonn ermöglicht und wird im April 2012 beendet sein.

 

Fazit

Schon jetzt ist zu sagen, dass „Integration auf Augenhöhe“ ein sehr erfolgreiches Pilotprojekt darstellt, das „Schule machen sollte“. Wir haben in unserem Projektansatz viel Wert auf die interaktive und kreative Vermittlung von berufsbildenden Themen, die Entwicklung von interkultureller Kompetenz sowie die Arbeit mit persönlichen Fähigkeiten gelegt. Diese Vorgehensweise hat sich ausgezahlt, denn die Schüler/-innen aller beteiligten Klassen haben sich äußerst positiv über die Teilnahme an unserem Angebot geäußert. Sie bestätigten uns, dass das Projekt für sie einen echten Mehrwert dargestellt habe. Zwei Schülerinnen sahen in dem, was sie in den Workshops gelernt hatten, sogar den Anstoß für die eigene erfolgreiche Bewerbung (einmal als Praktikantin in einem Krankenhaus und einmal als Rechtsanwaltsfachgehilfin).

„Integration auf Augenhöhe“ bildete für die Schüler/-innen die Basis für mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auf ihrem Weg in den Beruf. Durch das Gruppen-Coaching entstand zudem eine enge persönliche Bindung, so dass Themen und Probleme
bearbeitet werden konnten, für die im „normalen“ Schullalltag kein Platz ist. In mehreren Fällen wurden wir auch beratend tätig und konnten den Betroffenen auf einer emotionalen und persönlichen Ebene weiterhelfen. Die Experten/-innen-Vorträge boten den Schüler/-innen ergänzend die Möglichkeit, Informationen zu ausgewählten Berufen aus erster Hand zu erhalten. Zudem konnten sie erste wichtige Kontakte knüpfen.

Bei Fragen zu unserem Projekt und bei Interesse an einer möglichen Durchführung an Ihrer Schule erreichen Sie die Projektleiterin, Angela Ehlert, per Mail unter:a.ehlert@fiber-bonn.de oder mobil unter: 01522/169 74 25.

 

Projektleitung

Angela Ehlert ist seit März 2010 unter dem Namen Veniata als Life-Coach und systemischer Coach sowie als Mediatorin und Kommunikationstrainerin tätig. Sie bietet einen Rahmen für die Klärung und Lösung von komplexen Lebens-, Berufs- und Konfliktsituationen. Zudem arbeitet sie als Projektleiterin für FIBEr e.V. (Fraueninitiative für Bildung & Erziehung) und engagiert sich im Bonner Verein Mediation fördern.

Im August 2016 übernahm Angela Ehlert hauptberuflich die Geschäftsführung des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Bonn e.V.

Informationen über sie und ihre Arbeit finden Sie unter:

www.veniata.de und unter:
www.kinderschutzbund-bonn.de

Im Oktober 2016 schloss Angela Ehlert ihre Ausbildung zur „Managerin für interkulturelle Öffnungsprozesse in Unternehmen“ bei der Paritätischen Landesakademie NRW ab.

 

Projektkoordination
Hülya Dogan, Vorsitzende FIBEr e.V.