Präsentieren das Projekt ‘Umwelt – Chancen’ in der Gesamtschule: (v.l.) Coletta Manemann, Angela Ehlert, Hillevi Burmester, Andrea Frings, Hülya Dogan und Desiree Berto. Foto: Ronald Friese

BAD GODESBERG. In der Godesberger Elisabeth-Selbert-Gesamtschule läuft für die 9. Klassen zurzeit die Projektwoche “Umwelt – Chancen”, mit dem thematischen Schwerpunkt Umweltberufe und Umweltbildung.

160 Schüler und Schülerinnen, 14 und 15 Jahre alt, füllten zum Auftakt die Aula und folgten aufmerksam den Grußworten von Hillevi Burmester, stellvertretende Bezirksbürgermeistern von Bad Godesberg, und Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn.

Yunis Kamil, Programmleiter bei Rheinflanke, spricht die Jugendlichen in seinem Impuls-Vortrag in ihrer Sprache und auf ihre Probleme an, und, auf seine noch nicht so lang zurückliegende Erfahrung weisend, fordert er sie eindringlich auf, ihren baldigen Start in die berufliche Ausbildung sorgsam vorzubereiten.

Durchgeführt wird das Projekt von FIBEr e.V., einer Fraueninitiative für Bildung und Erziehung, gegründet 2009 in Bonn. Sie zählt gegenwärtig etwa 40 Frauen, aber auch zwei Männer zu ihren Mitgliedern. Unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion, wollen sie sich gemeinsam für die Familien- und Jugendarbeit einsetzen.

“Integration auf Augenhöhe, also mit Wertschätzung des Gegenübers”, sei ihr Ziel, betont die Vereinsvorsitzende Hülya Dogan. Seit etwa zwei Jahren befassen sie sich mit der Planung dieses Schulprojekts, das mit 10 000 Euro von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen unterstützt wird.

Das für die nächsten Tage ausgearbeitete Programm spiegelt die sorgfältige Vorbereitung wider. Für Montag sind diverse Workshops mit auswärtigen Referenten angesetzt: von der Deutschen Post DHL, dem Umweltamt der Stadt Bonn, Bonnorange, Solarworld, Naturschutzbund und dem Flughafen Köln/Bonn.

Außerdem stehen aufschlussreiche Umwelt-Exkursionen auf der Tagesordnung. Um Umweltberufe kennenzulernen, folgen am 3. Tag Kompetenz-Workshops, in denen die Jugendlichen wichtige berufliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Kreativität, Konfliktmanagement, Projektmanagement mit Hilfe professioneller Trainer entwickeln können.

Diese Projektwoche, der ein zweiwöchiges Berufspraktikum im vergangenen Schuljahr vorausging, und der ein weiteres, dreiwöchiges in diesem Schuljahr folgen wird, gehört zu den umfassenden Vorbereitungen für die berufliche Ausbildung der Schüler.

Mit den Worten “Ihr seid die Zukunft, und was Ihr mit eurer Zukunft macht, wird die Zukunft dieses Landes sein”, appellierte die Schulleiterin Andrea Frings das umfangreiche Angebot dieser Woche wahrzunehmen.